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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Mit Laternen und Musik durch Hooksiel und Horumersiel

Hooksiel/Horumersiel (4. 11. 2025) – Am Dienstag, 11. November, findet um 17 Uhr in Horumersiel ein St. Martinsumzug statt. Einen ursprünglich für denselben Tag geplanten Laternenumzug in Hooksiel hat die Dorfgemeinschaft aus organisatorischen Gründen verschoben.

Laternelaufen 2024
Stimmungsvoll ging es im vergangenen Jahr beim Laternenumzug in Hooksiel zu. Unter anderem besuchten die Kinder das Wohnstift. Foto: hol

Zum St. Martinsumzug lädt die Wangerland Touristik GmbH alle Kinder aus der Region ein. Zum Auftakt findet im großen Kursaal in Horumersiel ein kurzer ökumenischer Gottesdienst statt, bei dem die Geschichte des heiligen Martins auf lebendige Weise erzählt wird. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Martin selbst, der seinen Mantel mit einem Schwert zerreisst und eine Hälfte einem frierenden Bettler schenkt. 

Feuerwehr begleitet Umzug

Im Anschluss folgt ein kleiner Laternenumzug durch Horumersiel, untermalt von traditionellen Liedern und den bunten, selbstgebastelten Laternen der Kinder. Die Freiwillige Feuerwehr Minsen begleitet den Umzug und sorgt für einen sicheren Ablauf. Für das leibliche Wohl im Kursaal ist gesorgt. Der Eintritt ist frei. 

Weihnachtsmann empfängt Kinder in Hooksiel

Der schon fast traditionelle Laternenumzug der Dorfgemeinschaft in Hooksiel ist aus organisatorischen Gründen auf Samstag, 6. Dezember, verschoben worden. Treffpunkt ist dann um 16 Uhr am neuen Feuerwehrgerätehaus am Hohe Weg. Der voraussichtlich auch musikalisch begleitete Umzug wird von der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel durch den Ort zum Alten Hafen geleitet werden, an dem dann der Hooksieler Weihnachtsmarkt ausgerichtet wird.

Der Weihnachtsmann, so die Planung, wird die Kinder vom Laternenumzug gegen 17.30 Uhr empfangen und kleine Präsente verteilen. Unterstützt wird die Dorfgemeinschaft bei der Ausrichtung des Umzuges neben der Feuerwehr von der Arbeitsgruppe Hooksiel.

Feuerwerk zum gelungenen Start des „Wangerland Ressorts“

Wangerland (3. 11. 2025) – Mit einem eindrucksvollen Feuerwerk hat das „Wangerland Ressort“ in Hohenkirchen das Ende der Sommersaison gefeiert. Stargast dazu war in der Wangerland-Halle der Sänger bei war Mike Leon Grosch, bekannt aus DSDS („Deutschland sucht den Superstar“), der seine aktuellen Hits präsentierte.

Mike Leon Grosch auf der Bühne in der „Wangerland-Halle“ in Hohenkirchen.  Foto: Christian Buchleitner 

„Für uns war es das perfekte Finale des gemeinsamen Sommers mit Müller-Touristik. Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam den Beginn des neuen Wangerland Ressorts nochmals feiern konnten“, sagte Ressort-Manager Tony Miksch. Das „Wangerland Ressort“ auf dem Gelände der ehemaligen Wangerland-Kaserne am Wangermeer ist in diesem Jahr in Betrieb gegangen. Zu dem Familien- und Erlebnisressorts gehören über 230 thematisch geordnete Zimmer, drei Hausboote, drei Restaurantbereiche, etlichen Event-Locations und ein breit gefächertes Sport-, Freizeit- und Tagungsangebot. 

Zum Grosch-Konzert waren neben den Hotelgästen auch viele Tages- und Abendgäste aus der Region gekommen. Miksch kündigte eine stimmungsvolle Winterzeit mit etlichen Weihnachtsfeiern und Silvesterfete gemeinsam mit TUI Deutschland an.

Auch der Partner Müller-Touristik blickt zufrieden auf die Saison zurück: „Unsere Gäste haben das neue Produkt sehr gut angenommen und uns beim Start mit viel Lob, Anregungen und auch Kritik unterstützt“, sagte Bernd Niemeyer, Geschäftsführender Gesellschafter bei Müller-Touristik. „Das Erlebnis, das das ,Wangerland Rossort‘ bietet, ist mit keinem unserer Produkte vergleichbar – es ist eine einmalige Kombination aus All-Inclusive, Vielfalt an Locations und dem einzigartigen Gefühl der Nordsee.“ 

Nächster Höhepunkt im Veranstaltungskalender ist Anfang Dezember die Weihnachtsshow „Christmas Moments“. Sie findet am Freitag, 5. Dezember, in der Wangerland Halle statt. 

Tourismusverein lädt zum Leistungsträger-Stammtisch

Wangerland (1. 11. 2025) – Der Tourismusverein Wangerland fordert alle touristischen Leistungsträger, Vereine, Engagierten, Einheimischen und Gäste auf, sich aktiv an der zukünftigen Entwicklung des Wangerlands zu beteiligen. Alle touristischen Akteure im Wangerland sind zum nächsten Leistungsträger-Stammtisch am Dienstag, 4. November, um 19 Uhr im kleinen Kursaal in Horumersiel eingeladen. Dort will man unter anderem zentrale Themen für die künftige Vereinsarbeit besprechen und erste Ergebnisse einer derzeit laufenden Umfrage zum Urlaubsstandort Wangerland vorstellen.

Kräfte bündeln

Der neu gegründete Tourismusverein verstehe sich nicht als Konkurrenz zu bestehenden Orts- oder Dorfvereinen, sondern als überörtliche Plattform und Vermittler zwischen allen Akteuren im Wangerland, heißt es in der Einladung. Ziel sei es, Kräfte zu bündeln, Synergien zu schaffen und die Region als Einheit sichtbar und erlebbar zu machen.

„Wir möchten Menschen zusammenbringen, die das Wangerland lieben und etwas bewegen wollen“, betont der Vorstand. „Jede Stimme, jede Idee und jedes Engagement zählt. Wir freuen uns über alle, die mitmachen – ob als Teilnehmer, Ideengeber oder auch als aktives Mitglied im Verein.“

Neue Initiativen anschieben

Unter anderem soll am Leitungsträger-Stammtisch über Initiativen gesprochen werden, die der Verein kurz- und langfristig umsetzen könnte. Dazu gehört die Installation eines „Wangerland-Botschafters“ und die Wiederbelebung der „Digitalen Lotsen“.

Bundeskartellamt: Keine Bedenken beim Verkauf der NWZ

Wangerland/Oldenburg (31. 10. 2025) – Die Madsack Mediengruppe (Hannover) darf wesentliche Teile der Nordwest Mediengruppe (Oldenburg) übernehmen. Das hat das Bundeskartellamt (Bonn) jetzt mitteilte. Die Nordwest Mediengruppe verlegt insbesondere die „Nordwest-Zeitung“, die auch im Wangerland erscheint. 

Konzentration im Medienmarkt

Zur Gruppe gehören zudem neben Anzeigenblättern und Online-Portalen unter anderem der „Anzeiger für Harlingerland“, die „Emder Zeitung“, ein Druckhaus sowie mehrere Servicegesellschaften. Als so genannter Mantel-Kooperationspartner hat das Unternehmen auch Einfluss auf die Inhalte des „Jeverschen Wochenblatts“ und der „Wilhelmshavener Zeitung“, die vom Medienhaus Brune-Mettcker herausgegeben werden. 

Madsack-Gruppe expandiert

Madsack, einer der größten Zeitungsverbünde Deutschlands, verlegt regionale und lokale Tageszeitungen, darunter die „Hannoversche Allgemeine“ und die „Neue Presse“. Zu dem Unternehmen gehört auch die Medienplattform Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Der im September beschlossene Verkauf soll Anfang 2026 wirksam werden. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Das Vorhaben ist aus wettbewerblicher Sicht unbedenklich. Die Verbreitungsgebiete der Zeitungen der Madsack Mediengruppe und der Nordwest Mediengruppe überlappen sich nicht, sodass nicht von einem Wettbewerbsverhältnis auszugehen ist.“

Bei Fusionen von Zeitungsverlagen untersucht das Bundeskartellamt regelmäßig die Auswirkungen sowohl auf den Leser- als auch auf den Anzeigenmärkten. Es kann Zusammenschlüsse nur danach bewerten, ob durch die Fusion der Wettbewerb auf den betroffenen Märkten erheblich behindert würde. 

Staatsehrenpreis für Tierzüchter aus dem Wangerland

Wangerland (31. 10. 2025) – Große Auszeichnung für Familie Hobbie. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) hat den Betreib von Jürgen Hobbie in Wangerland-Wichtens für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Tierzucht mit dem „Niedersächsischen Staatsehrenpreis“ ausgezeichnet.

Kammerdirektor Bernd von Garmissen (rechts) und Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (2. von rechts) ehrten in Wangerland-Wichtens die züchterische Arbeit der Familie Hobbie. In der Mitte Betriebsinhaber Jürgen Hobbie. Foto: Landwirtschaftsministerium

Der Staatsehrenpreis wird seit den 1960er-Jahren für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Tierzucht vergeben. Jedes Jahr werden auf Vorschlag des Präsidenten der Landwirtschaftskammer zwei Zuchtbetriebe durch das Landwirtschaftsministerium geehrt. Der Ehrenpreis ist mit 1.000 Euro dotiert. 

Vorbild für tiergerechte Landwirtschaft

Die Familie Hobbie betreibt seit Jahrzehnten eine erfolgreiche Milchviehzucht mit Holstein Friesian-Kühen und zählt nach Einschätzung der Kammer zu den führenden Zuchtbetrieben in Niedersachsen. Ministerin Staudte: „Familie Hobbie zeigt eindrucksvoll, wie moderne Tierzucht und verantwortungsvolle Haltung Hand in Hand gehen. Ihre Kühe leben auf großzügigen Weideflächen, erreichen beeindruckende Lebensleistungen und werden mit großer Sorgfalt betreut – das ist gelebtes Tierwohl.“ Aus Sicht der Politikerin ist der Betrieb ein Vorbild für eine „nachhaltige und tiergerechte Landwirtschaft“.

Der Betrieb Hobbie Holstein GbR bewirtschaftet sechs Betriebsstätten mit rund 200 melkenden Kühen und 120 Hektar Grünland. Die Tiere erhalten ständigen Weidegang, die Zwischenkalbezeit liegt bei vorbildlichen 452 Tagen, das Erstkalbealter bei 25 Monaten. Drei Melkroboter und eine moderne Stalltechnik sorgen für eine tiergerechte und effiziente Haltung. 

Viele züchterische Erfolge

Die züchterische Arbeit begann bereits in den 1990er Jahren mit dem Aufbau des sogenannten K-Stamms. Herausragende Kühe wie Patty und ihre Nachzucht – darunter Princess und Pamela, die beide den Titel „Miss Ostfriesland“ errangen – prägen bis heute die Herde. Familie Hobbie vermarktet jährlich rund 25 Zuchtbullen, sowie etwa 90 Färsen. Jürgen Hobbie, der den als GbR geführten Betrieb zusammen mit Sohn Tamme führt, gilt als versierter und engagierter Züchter, der sich auch ehrenamtlich als Kuheinstufer und Kommentator bei Excellentschauen einbringt. 

Vor ihrem Abstecher ins Wangerland hatte die Ministerin am Donnerstag einen Ponyzuchtbetrieb in Langwedel im Landkreis Verden besucht. Dort prämierte sie Familie Hashagen für ihre seit Jahrzehnten erfolgreich betriebene Shetlandponyzucht mit Fokus auf alten englischen Linien wie Marshwood und Transy. 

Anmeldefrist für Strauchschnitt-Abfuhr

Wangerland (30. 10. 2025) – Bürgerinnen und Bürger, die Ast- und Strauchwerk am eigenen Grundstück abholen lassen wollen, können sich noch bis einschließlich Freitag, 7. November, für diesen Service des Landkreises Friesland anmelden. Die Anmeldung kann über die Sperrmüllkarte (erhältlich im Kreisamt und in den Rathäusern der Städte und Gemeinden) vorgenommen werden oder online unter www.friesland.de/sperrig erfolgen. Auch eine telefonische Anmeldung über das Servicetelefon der Augustin Entsorgung Friesland: 04421/500 49 5025 ist möglich.

Die Abholtermine finden ab Montag, 24. November, statt. Die Bündel (max. 2,5 Meter) müssen von einer Person zu tragen sein. Der Durchmesser darf bei Ästen 15 und bei Wurzeltellern 25 Zentimeter nicht überschreiten. Die maximale Abholmenge beträgt fünf Kubikmeter pro Grundstück.

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Unfall: Polizei fahndet nach hellem Hund

Wangerland (30. 10. 2025) – Die Polizei sucht nach einem möglicherweise verletztem Hund mit hellem Fell. Das Tier soll am Montagabend gegen 18.40 Uhr auf der Straße Minser Osteraltendeich (Kreisstraße 87), im Bereich Warfen, mit einem Auto zusammengeprallt sein. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei befuhr eine Pkw-Fahrerin den Minser Osteraltendeich, als plötzlich ein Tier von der Seite auf die Fahrbahn lief. Trotz eingeleiteter Bremsung kam es zur Kollision. 

Das Tier sei anschließend in unbekannte Richtung davon gelaufen und habe bislang nicht aufgefunden werden können. „Es ist davon auszugehen, dass der Hund durch den Zusammenstoß verletzt wurde“, so die Ermittler. Die Polizei bittet den Tierhalter oder Personen, die im Bereich Warfen einen hellen Hund vermissen oder Angaben zu dem Tier machen können, sich unter der Telefonnummer 04461/7449-0 mit dem Kommissariat in Jever in Verbindung zu setzen.

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Schwimmzeiten für DLRG Wangerland in Schortens

Hooksiel (29. 10. 2025) – Die Ortsgruppe Wangerland der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) kann künftig im „Aqua-Fit“ in Schortens trainieren. Wie die Leitung des kommunalen Schwimmbades mitteilt, steht den Wangerländer ab dem 8. November das Schwimmbad samstags von 11 bis 14 Uhr komplett zur Verfügung. In diesem Zeitraum findet dann kein öffentlicher Badebetrieb statt. Zusätzlich können die Rettungsschwimmer in dem Bad sonntags von 19 bis 20 Uhr nach dem Ende des Badebetriebs trainieren.

Die DLRG Wangerland hat rund 700 Mitglieder, darunter gut 400 Kinder. Bislang nutzte der Verein das Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel für seine Schwimmausbildung und für Trainingseinheiten. Wie berichtet hat die insolvente Wangerland Touristik GmbH das Hooksieler Bad aus Kostengründen Mitte Oktober geschlossen.

Die Gemeinde Wangerland hatte sich bei der Stadt Schortens dafür eingesetzt, dass die DLRG im dortigen Bad Schwimmzeiten zur Verfügung gestellt bekommt. Der Verein geht davon aus, dass die Gemeinde die Kosten dafür übernimmt. Allein die Miete für das Bad dürfte nach Informationen von „Hooksiel-life“ rund 1600 Euro kosten – in der Woche. 

Umfrage: Was ist Einheimischen und Gästen wirklich wichtig?

Hooksiel (29. 10. 2025) – Campingplatz verkauft, Schwimmbäder geschlossen, weiter Angebote auf dem Prüfstand. Mit der Insolvenz der Wangerland Touristik GmbH und der damit einher gehenden Veränderungen geht eine Verunsicherung bei vielen touristischen Leistungsträgern einher. Werden die Urlaubern auch künftig noch in gewohnter Zahl ins Wangerland kommen? Behält die Gemeinde ihre Anziehungskraft als Wohnort? Was lieben und wollen Einheimische und Gäste eigentlich wirklich?

Matthias Suckert, Inhaber des Hooksieler Vermietungsbüros „Agentur am Meer“ und Aktivist im neu gegründeten Fremdenverkehrsverein, ist auf der Suche nach belastbaren Fakten. In diesen Tagen hat er eine Umfrage online gestellt, an der sich Einheimische und Gäste noch bis Ende nächster Woche (9. November) beteiligen können. Der Link: www.agentur-am-meer.de/umfrage-wangerland/

Unter anderm will der Tourismus-Fachmann wissen, wie zufrieden die Bürger mit Infrastruktur wie den Ladestationen für Elektroautos und E-Fahrräder, den Angeboten im Einzelhandel und in der Gastronomie, der Sauberkeit an den Stränden und in den Orten sowie den kulturellen und sportlichen Angeboten wirklich sind. Wie informieren sich die Gäste über das Wangerland und die hiesigen Veranstaltungen? Was ist den Urlaubern besonders wichtig? Warum haben sie sich ausgerechnet für einen der Orte in der Gemeinde als Urlaubsort entschieden?

„Eine ehrliche Rückmeldung von unseren Gästen kann uns helfen, noch besser zu werden“, ist Suckert überzeugt. „Egal ob Lob oder konstruktive Kritik.“ Um eine möglichst große Aussagekraft zu erhalten, würde er sich über ein große Beteiligung an seiner Umfrage freuen.

Gleichstellung: Engagement sollte nicht vom Geschlecht abhängen

Hooksiel (28. 10. 2025) – Die Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland) sieht durchaus Handlungsbedarf bei der Gleichstellungs-Praxis in Niedersachsen. Mit Bezug auf den Fall des Hooksieler Lehrers Jan Gerjets stellt die CDU-Politikerin fest: „Wenn engagierte Männer sich für Gleichstellung einsetzen möchten, sollte das kein Problem sein. Entscheidend sind Motivation und Kompetenz, nicht das Geschlecht.“

Unterstützung für Jan Gerjets

In einem Interview mit Gerjets hatte „Hooksiel-life“ darüber berichtet, dass das Niedersächsische Gleichberechtigungsgesetz es derzeit unmöglich macht, dass ein Mann Gleichstellungsbeauftragter in einer Behörde oder öffentlichen Einrichtung wird. Gerjets hatte sich um eine von zwei Stellen an den Berufsbildenden Schulen in Wilhelmshaven beworben und war mit Hinweis auf die gesetzlichen Vorgaben abgelehnt worden.

Katharina Jensen

„Gleichstellung ist und bleibt ein wichtiges Ziel“, unterstreicht Jensen (Foto). Starre gesetzliche Vorgaben würden in der Realität aber häufig an ihre Grenzen stoßen: „Solche Regelungen leisten der Gleichstellung am Ende einen Bärendienst.

Als Beispiel verweist Jensen auf kleinere Verwaltungen oder Schulen, in denen es schlicht nicht praktikabel sei, eine Stelle so lange unbesetzt zu lassen, bis sich eine Frau bewirbt. „Das hilft niemandem, und trägt auch nicht zur Gleichberechtigung bei.“

„Gleichberechtigung muss gelebt werden“

Die Abgeordnete sieht die eigentlichen Hürden aber an anderer Stelle: „So lange Frauen in Niedersachsen den Großteil der familiären Sorgearbeit übernehmen und die Betreuungsangebote vielerorts unzureichend sind, bleibt Vollzeitarbeit für viele kaum möglich. Wer Gleichstellung wirklich will, muss dort ansetzen, bei besserer Kinderbetreuung, flexibleren Arbeitszeiten und weniger Bürokratie.“

Um den sinnvollen Gedanken weiter voranzubringen, müsse mit Augenmaß agiert werden. Jensen: „Gleichberechtigung darf nicht verordnet werden, sie muss einfach endlich gelebt werden. Dafür braucht es Vertrauen, Pragmatismus und Rahmenbedingungen, die echte Chancen schaffen.“